Power Bands

Einen Klimmzug auszuführen ist für einen normalsportlichen Menschen kein großes Problem, auch mehrere Klimmzüge sind für gute Sportler kein Problem. Die richtigen Klimmzug-Profis setzen sogar noch einen drauf und erhöhen ihr Körpergewicht mit zusätzlichen Gewichten.

Wer am Anfang seines Trainings steht, der kann davon nur träumen. Für untrainierte Personen ist ein Klimmzug bereits eine Herausforderung, sodass viele Trainer oft zu der Alternative Latzug raten. Doch es gibt eine weitere Alternative, welche nicht nur wesentlich effektiver ist, sondern auch für ein Training an der Klimmzugstange zuhause geeignet ist. In unserem Powerbands Test stellen wir die diese Methode genauer vor!

PowerBands zur Klimmzugunterstützung im Test

Diese Alternative nennt sich PowerBands und ist nicht nur für Anfänger ein Hilfsmittel, um Fortschritte im Klimmzugtraining zu machen. Doch gerade zu Beginn, wenn kaum ein Klimmzug aufgrund der mangelnden Kraft gelingt, können die PowerBands wahre Wunder bewirken. Doch betrachten wir zuerst einmal die Bänder und ihre Funktion genauer. PowerBands sind elastische Bänder aus Gummi, welche es in verschiedenen Größen und Stärken gibt.

Power Bands - lang

Power Bands Schlaufe

Zur Unterstützung bei Klimmzügen wird ein PowerBand über die Klimmzugstange geworfen und das eine Ende durch die Schlaufe des anderen Endes gezogen und an der Klimmzugstange fest gezurrt. Nun steigt der Trainierende einfach mit einem Fuß in die verbleibende Schlaufe am unteren Ende des Power Band und hängt sich gleichzeitig an die Klimmzugstange. Durch die Belastung des Körpergewichts wird das Band gedehnt, es ist nun voll auf Spannung.

Der Trainierende beginnt nun mit der Aufwärtsbewegung und wird feststellen, dass es wesentlich leichter fällt als ohne PowerBand. Kein Wunder, denn immerhin wird er nun durch das gespannte PowerBand unterstützt. Allerdings lässt der Effekt immer weiter nach, desto höher der Trainierende in der Aufwärtsbewegung kommt. Das ist der spezielle Effekt der Power Bands, am Ende ist die Unterstützung nur noch gering. Die Hilfestellung erfolgt also insbesondere im anstrengenden unteren Teil der Bewegung.

Insbesondere Trainingsanfänger, die noch nie nach einem Trainingsplan für Klimmzüge gearbeitet haben, haben in diesem Bereich aber zugleich die größten Schwächen. Um dennoch Klimmzüge durchführen zu können, kann ein PowerBand die notwendige Hilfestellung geben.

Selbst bei Menschen mit höherem Körpergewicht arbeiten die PowerBands noch zuverlässig, denn natürlich können auch mehrere Bänder gleichzeitig benutzt werden. Je nach Körpergewicht werden nur entsprechend die notwendige Anzahl an PowerBands genutzt.

Variation im Klimmzugtraining

Auch für erfahrene Kraftsportler und Fitnessathleten können PowerBands einen sehr nützlichen Effekt haben. Nicht nur die Variationsmöglichkeit an der Klimmzugstange nimmt mit der Verwendung von PowerBands zu, auch kann das Training an sich länger gestaltet werden.

Variabler wird das Training mit den PowerBands durch verschiedene Möglichkeiten. Beispielsweise kann nun ein spezielles Klimmzugtraining mit verschiedenen PowerBands durchgeführt werden oder aber es wird nach dem eigentlichen Klimmzugtraining noch ein Training im Kraftausdauerbereich durchgeführt.

Auch eine Kombination von Zusatzgewichten und PowerBands ist möglich, da diese ja nur im unteren Bereich der Klimmzüge maximal entlasten. Des Weiteren sind Intensitätstechniken wie etwa Reduktionssätze mit PowerBands möglich. Nach einem Satz Klimmzügen bis zum Versagen steigt der Sportler einfach in ein PowerBand und absolviert weitere Wiederholungen bis zum Muskelversagen.

Einstieg zum ersten Muscle Up

Eine weitere gute Verwendung für erfahrene Athleten bieten PowerBands bei den sogenannten Muscle Ups. Bei Muscle Ups hängt der Athlet in der Ausgangsposition wie beim Klimmzug an der Stange. Dann zieht er sich dynamisch an der Klimmzugstange hoch und geht über den Abschlusspunkt bei Klimmzügen hinaus und wuchtet sich so hoch, dass er mit den Armen auf der Klimmzugstange steht.

Diese Übung ist natürlich wesentlich anspruchsvoller als einfache Klimmzüge und erfordert bereits ein gutes Klimmzugtraining im Vorfeld. Doch selbst dann ist es nicht einfach, den ersten Muscle Up zu schaffen.

PowerBands können hier sehr effektiv genutzt werden, um den Einstieg in Muscle Ups zu schaffen. Bei vielen Sportlern ist weniger die Kraft das Problem, als vielmehr erst einmal die Koordination hinzubekommen. Mit der federnden Unterstützung der PowerBands gelingt relativ schnell der erste Muscle Up, auch wenn zwei nötig sind ist das kein Problem. Versuche es selber in einem Test und du wirst sehen wir einfach die Muscle Ups mit einem PowerBand koordiniert werden können.

Nach und nach werden im Training die Anzahl beziehungsweise die Widerstandskraft der PowerBands reduziert, bis schließlich der Muscle Up ohne Unterstützung geschafft wird. Das gelingt dann auch relativ schnell, wenn der Sportler sich erst einmal an die Bewegung gewöhnt hat und diese verinnerlicht hat.

PowerBands: Ein Testfazit

PowerBands mögen auf den ersten Blick wenig nützlich für das Klimmzugtraining erscheinen, genau das Gegenteil ist aber der Fall. Durch die regressive Unterstützung, welche sich vom Beginn der Bewegung bis zum Ende hin immer weiter abschwächt, entstehen zahlreiche Variationsmöglichkeiten im Training.

Besonders im Fokus steht aber beim Training mit PowerBands die Möglichkeit für Trainingsanfänger sich zu ersten eigenständigen Klimmzügen hinzutrainieren. Des Weiteren können erfahrene Sportler, wenn sie bereits Klimmzüge ohne Probleme schaffen, sich eine weitere Übung aneignen, den Muscle Up.


Neuen Kommentar hinterlassen