HOLD STRONG Fitness bekannt aus der Men's Health (12/2016)

Pegboard: Mehr Kraft durch Mut zur Lücke

Klettern ist ein faszinierender Sport, bei dem man mit Power, Timing, der richtigen Taktik und einem guten Körpergefühl ungeahnte Höhen allein dank der eigenen Körperkraft erreichen kann. Klettern macht zudem rundum fit und stärkt alle großen Muskelgruppen, deswegen sind Übungselemente aus dem Klettersport auch so gut für Kraftsportler geeignet. Besonders ein Gerät sticht dabei heraus: das Pegboard.

Für das Training der Körperspannung, der Stabilisation, der Koordination und der Maximalkraft (vor allem in der Armmuskulatur, den Schultern sowie für die Greifkraft) gibt es kaum ein besseres Gerät als das Pegboard. Dahinter verbirgt sich nichts anderes als eine Stecktafel mit Löchern in regelmäßigen Abständen, welche man bislang meist als "Marke Eigenbau" vorwiegend in den Trainingszonen vieler Kletterhallen findet.

Maximale Anstrengung, individuell einsetzbar

Die Griffe kann jeder Sportler dabei in unterschiedlichen Abständen stecken - je nachdem, wie fit er ist und wie hoch er sein Körpergewicht aufschwingen kann. Doch selbst beim Klettern in die Höhe um nur eine einzige Sprosse kann dem Sportler bereits alles abverlangt werden. Man arbeitet sich dabei vor, indem man einen Arm blockiert.

Dieser trägt solange das gesamte Körpergewicht wie der andere, entlastete Arm benötigt, um seinen Griff ins nächsthöhere Loch zu stecken. Erst dann ist wieder ein Gleichgewicht hergestellt. Leicht wird das Training am Pegboard aber auch dann nicht, immerhin trägt jeder Arm dann die Hälfte des Körpergewichts. Natürlich kann man diese "Leiter" mit einem Pegboard auch seitwärts, diagonal oder auch abwärts vollführen.

Marke Eigenbau war gestern: Pegboard geht in Serie

Lange Jahre waren Pegboards das Produkt zahlreicher Arbeitsstunden für einen kletternden Hobbybastler. Die doch so effektiven Bretter gab es schlicht nicht zu kaufen. So musste jeder, der ein solches Gerät für das Klettertraining haben wollte, selbst Pläne entwerfen, in den Baumarkt gehen und anschließend Hand anlegen. Mittlerweile ist das Pegboard aber in Serie gegangen - und das zu einem erschwinglichen Preis.

Das Pegboard: Ein Teil, zig Fitnessübungen

Insbesondere Kraft- und Fitnesssportler können von einem Pegboard vielfältig profitieren. Das Gerät aus dem Klettersport ist nämlich mit ein wenig Fantasie als Multi-Kraftstation nutzbar. So kann man mit und ohne Hilfsmittel und Zubehör das Trainingsspektrum des Pegboards deutlich erweitern und damit seinen gesamten Körper trainieren.

Hier eine kleine Auswahl zusätzlicher Übungsmöglichkeiten mit dem Pegboard:

  • Klimmzug: Auf einer Höhe liegend, kann man die Holme des Pegboard exzellent für Klimmzüge im Hammergriffe nutzen und so Bizeps und Latissimus trainieren. Eine Klimmzugstange ersetzt das Pegboard zwar nicht, aber es ist eine gute Alternative.
  • Barren: Greift man die Holme von oben, kann man wie am Barren auch am Pegboard Dips machen und so unter anderem seinen Trizeps stärken.
  • Ringe oder Sling Trainer: Auch Ringe oder ein Schlingentrainer können an einem Pegboard befestigt werden. Damit kann man vor allem seine Bauchmuskulatur und die Rückenmuskulatur stärken. Zugleich sind vor allem beim Sling Trainer auch Übungen für den Oberkörper oder die Beinmuskulatur durchführbar.

Insgesamt trägt ein Pegboard damit nicht nur zur Verbesserung der Maximalkraft und der Explosivität der Arme und Schultern bei, sondern sorgt auch für eine Optimierung der Kraftausdauer, der Körperspannung sowie der ganzheitlichen Fitness. Nach Jahrzehnten im Hobbykeller oder in Kletterhallen erobern Pegboards nun auch endlich den Fitnesssektor.