Auf den ersten Blick erscheinen Klimmzüge ziemlich einfach, schließlich musst Du dich nur die Klimmzugstange hochziehen. Allerdings können auch bei dieser einfachen Bewegungsabfolge große Fehler gemacht werden, welche teilweise nur Trainingserfolge behindern, teilweise aber auch gesundheitsgefährdend sein können. Ob auch Du gerne gewisse Fehler bei Klimmzügen machst, erfährst Du im folgenden Artikel.
 

6 Fehler an der Klimmzugstange

Fehler 6: Klimmzüge mit Schmerzen in den Nacken ziehen

Zugegeben, dieser Fehler ist nur ein Fehler, wenn Du auch direkt die Konsequenzen spürst. Per se ist der Klimmzug in den Nacken nicht schlecht, aber diese Ausführungsform ist auch nicht wirklich die freundlichste Variante für deine Schulter. Du kannst diese Übungsvariante natürlich machen, allerdings sollte dafür deine Schulter absolut verletzungsfrei sein.

Aber auch wenn Du dich problemfrei in den Nacken hochziehen kannst, solltest Du dennoch die Effektivität der Ausführungsform hinterfragen. Letzten Endes ist die Belastung auf die Rückenmuskulatur nicht signifikant anders, als wenn Du die Klimmzüge zur Brust ausführst, also vor dem Kopf.


» Mehr Informationen zum Thema: Klimmzüge in den Nacken – Schädlich oder Effektiv?


 

Fehler 5: Du rutscht ständig ab und tust nichts dagegen

Ein beliebter Fehler bei Klimmzügen ist zugleich auch ein Problem für viele Trainierende. Aufgrund von Schweiß oder mangelnder Griffkraft rutschen die Trainierenden ständig von der Stange ab, obwohl der Rücken noch mehr Wiederholungen schaffen könnte. Wer dagegen nichts unternimmt, der begeht einen großen Fehler. Denn immerhin wird hier viel Potential verschenkt, welches einfach aktiviert werden kann. Die Lösungen für das Abrutschen sind je nach Ursache unterschiedlich.

  1. Wer einfach zu viel Schweiß auf den Handinnenflächen hat, der kann durch die Benutzung von Magnesia dieses Problem einfach abstellen.
  2. Wer ein Defizit in der Griffkraft hat, der muss einfach nur zu Zughilfen greifen. Eine gute Lösung sind hier Zugbänder, welche bereits für weniger als 10 Euro zu haben sind.

» Mehr Informationen zum Thema: Zughilfen verwenden – Wie sinnvoll sind sie und welche sind gut?


 

Fehler 4: Du machst deine Klimmzüge nur mit Zughilfen

Von einem Extrem zum nächsten Extrem: Anstatt das Du die Zughilfen nur benutzt, wenn Du sie auch wirklich brauchst, setzt Du sie nun immer ein. Das ist natürlich auch nicht der Königsweg, denn Zughilfen sind für den Gebrauch am Limit gedacht.

Wenn deine natürliche Griffkraft ausreicht, um deinen geplanten Satz Klimmzüge auszuführen, dann solltest Du diese auch nutzen. Immerhin sind Klimmzüge eine Übung, welche möglichst viele Teile des Körpers belasten soll. Dazu gehören auch die Unterarme, welche bei der Aktivierung der Griffkraft gefordert werden.

Wenn Du in Zukunft weiter deine Unterarme so unterforderst, dann wachsen diese auch nicht mehr in dem Maße, wie vielleicht deine Oberarme durch das Training noch wachsen werden. Das Resultat ist dann eine schlechte Symmetrie zwischen diesen beiden Partien, welche wirklich kein Mensch sehen möchte.


» Mehr Informationen zum Thema: Zughilfen verwenden – Wie sinnvoll sind sie und welche sind gut?


 

Fehler Nummer 3: Du lässt Dich nicht tief genug ab

Ein Klimmzug beginnt immer aus der untersten Position. Was die unterste Position ist, scheint grundlegend zur Diskussion zu stehen, wenn Du die Klimmzüge verschiedener Personen beobachtest. Dabei ist es im Grunde genommen ganz einfach.

  • Um die unterste Position zu ermitteln, musst Du dich nur an die Klimmzugstange hängen und alle Muskeln, außer den Muskeln zum Greifen an die Klimmzugstange, spannungslos halten. Nun hängst Du einfach nur an der Stange, ohne eine Gegenkraft gegen die Schwerkraft auszuüben, die tiefste Position ist erreicht.
  • Ziehe Dich nun an der Klimmzugstange hoch. Hast auch Du vorher eher nur halbe Klimmzüge gemacht? Dann wirst Du sehen, dass diese Variante wesentlich anstrengender ist. Kein Wunder, schließlich verdoppelt sich auch der Weg, welchen Du zurücklegen musst. Doch die gute Nachricht ist allerdings, dass auch die Resultate sich verdoppeln werden.
  • Der unterste Bereich der Bewegung ist mitunter der effektivste Bereich, in welchem Du trainieren kannst. In dieser Position ist die Dehnung in der Rückenmuskulatur am größten, wodurch auch die meisten Wachstumsreize gesetzt werden.

Kurzum, lasse Dich bei jedem Klimmzug immer tief ab, um für maximale Anstrengung und maximalen Nutzen zu trainieren. Durch die maximale Dehnung erzielst du nicht nur die besten Erfolge sondern auch ein gutes Stretching.


» Mehr Informationen zum Thema: Den perfekten Klimmzug lernen – Wie trainiere ich Klimmzüge richtig?


 

Fehler 2: Du variierst deine Klimmzüge bzw. Griffweite nicht

Deine Klimmzugstange hat eine große Bandbreite von Möglichkeiten und Du nutzt nur eine Variante? Wirklich klug ist das nicht, denn es gibt gute Gründe dafür, dass Du öfter mal die Klimmzugarten variieren solltest. Natürlich beansprucht jede Form von Klimmzügen insbesondere die Rückenmuskulatur und die Oberarmmuskeln. Allerdings ist je nach Griffweite und Griffart die Gewichtung innerhalb dieser Muskelgruppen unterschiedlich.

So ist es förmlich spürbar, dass Du bei sehr breiten Klimmzügen im Obergriff den Fokus mehr auf die obere Partie des breiten Rückenmuskels legen kannst. Oder das bei engen Klimmzügen im Untergriff der Bizeps mehr mitbelastet wird. Entsprechend der Verteilung der Belastung kannst Du im Klimmzugtraining entsprechend Schwerpunkte setzten.

Ein weiterer Grund für Variation im Klimmzugtraining ist die Tatsache, dass es Dir bei der Überwindung von Stagnationen helfen kann. Stell Dir vor, dass Du bereits seit drei Monaten keine Fortschritte mehr bei Klimmzügen gemacht hast. Du trainierst allerdings auch nur Klimmzüge im engen Untergriff.

Dann probiere doch jetzt einmal sehr breite Klimmzüge im Obergriff oder breite Klimmzüge im Parallelgriff aus und versuche dich dort weiter zu steigern. Nach einigen Wochen wirst Du wieder enge Klimmzüge im Untergriff ausprobieren und kannst dann nach wenigen Einheiten dein Plateau hinter Dir lassen.


» Mehr Informationen zum Thema: Klimmzüge trainieren: Varianten, Muskeln und Trainingsmethoden


 

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Fehler Nummer 1: Du trainierst nicht regelmäßig Klimmzüge

Keine Frage, dass ist mit Abstand der schlimmste Fehler, welchen Du in Bezug auf das Klimmzugtraining tun kannst. Ein gutes Training lebt von einer gewissen Regelmäßigkeit. Dabei ist nicht zwangsläufig gemeint, dass Du jeden Tag Klimmzüge ausführen musst. Auch dafür gibt es zwar Trainingspläne, ebenso gibt es aber auch Trainingspläne für ein Klimmzugtraining, welches nur zweimal oder dreimal pro Woche stattfindet. Am besten ist es, wenn Du dir selbst bewusst machst, wie viel Zeit Du in das Training investieren kannst.

Wähle dann eine entsprechende Trainingsmethode und erstelle Dir einen passenden Trainingsplan dazu. Wenn dieser dreimal Klimmzugtraining in der Woche vorsieht, dann mache auch dreimal die Woche dieses Training. Du hast dich für dieses Training entschieden und für die Erreichung der damit verbundenen Ziele solltest Du es auch durchziehen.


Bildnachweis: Thinkstock / DeanDrobot



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