Trainierst du gerne an der frischen Luft? Oder bist du doch eher ein Fan davon, dein Workout in den eigenen vier Wänden zu absolvieren? Was auch immer deine Wahl ist, wahrscheinlich gefällt dir eine der beiden Möglichkeiten einfach besser – und du weißt selbst vielleicht gar nicht genau, warum das so ist.

Natürlich ist es vor allen Dingen Geschmackssache, wo und wie du trainierst und in erster Linie geht es um den Spaß am Training und die nötige Motivation – doch es gibt auch einige gute Gründe, die für das Training im Freien oder auch Drinnen sprechen.

Denn beide Möglichkeiten haben ihre Vor- und Nachteile und was für den einen funktioniert, ist für den anderen vielleicht keine gute Wahl. Im folgenden wollen wir dir deshalb einmal zeigen, welche Vorteile das Workout zuhause und das Outdoor-Training jeweils haben.

Vor allem beim Klimmzugtraining funktionieren beide Möglichkeiten

Denn natürlich kannst du deine Klimmzugstange genauso in den Hobbyraum hängen wie draußen an die Hauswand oder überall da, wo du eine stabile Wand zur Verfügung hast.

Während du bei Sportarten wie dem Laufen grundsätzlich draußen trainieren musst, wenn du nicht auf ein Laufband umsteigen willst, hast du also beim Training mit deinem eigenen Körpergewicht die freie Wahl – und deshalb wollen wir uns auch genau mit dieser Art des Trainings beschäftigen.

Wir können auch schon einmal vorgreifen: Wenn du dich für das Training im Freien entscheiden solltest, dann ist eine überdachte Stelle der beste Platz, um deine Klimmzugstange aufzuhängen und dein Workout zu absolvieren – denn natürlich ist das bei starkem Regen deutlich angenehmer. Womit wir schon beim ersten Vorteil des Indoor-Trainings wären:

 

Wer drinnen trainiert ist unabhängig vom Wetter

Ganz klar: In deiner Wohnung wird es nicht stürmen, regnen oder schneien – hoffen wir zumindest mal. Und deshalb kannst du dort immer trainieren, egal wie das Wetter draußen gerade ist.

Denn natürlich gestaltet sich das Training im Freien schwierig, wenn es draußen sintflutartig regnet oder die Temperaturen weit unter den Gefrierpunkt fallen. Drinnen dagegen kannst du die Heizung anmachen, die Fenster schließen und so zu jeder Jahreszeit trainieren.

Hier spielen dann auch die Lichtverhältnisse eine Rolle – denn wenn du etwa im Winter spätabends nach Hause kommst und noch ein Workout absolvieren willst, dann ist es draußen schon stockfinster. Und wenn es draußen keine Beleuchtung gibt, dann bleibt nur das Training in den eigenen vier Wänden.

Dass du das Wetter drinnen nicht mitbekommst,kannst du aber natürlich auch als Nachteil sehen:

Wer draußen trainiert, dem scheint die Sonne ins Gesicht

Besonders in den warmen Monaten und an Tagen, an denen die Sonne scheint, ist das Training im Freien eine echte Wohltat. Da macht es keinen Spaß, zuhause zu schwitzen, während sich die Sonne draußen von ihrer besten Seite zeigt.

Wer sein Workout nach draußen verlegt, sollte allerdings abwägen, auf welche Hausseite er seine Stange hängt. Denn während im Frühjahr und Herbst die Sonne auf der Südseite sehr angenehm ist, ist die schattige Nordseite im Sommer angenehmer zum Trainieren.

Falls eine überdachte Trainingsmöglichkeit besteht, ist das natürlich kein so wichtiger Faktor mehr, er sollte aber trotzdem bedacht werden.

Und wo wir das Training im Freien gerade so positiv beleuchten:

Wer draußen trainiert, ist hinterher entspannt

Und das ist sogar durch Studien bewiesen: Wer im stickigen Studio oder eben in den eigenen vier Wänden trainiert, der hat nach dem Sport einen höheren Stresshormonspiegel als vorher.

Wer dagegen sein Training nach draußen an die frische Luft verlegt, dessen Hormonspiegel schlägt genau die andere Richtung ein – der Anteil an Stresshormonen sinkt.

An der frischen Luft und unter der strahlenden Sonne zu trainieren macht also nicht nur gefühlt gute Laune, sondern sorgt auch im Körper für entsprechende Reaktionen. Und das hat wiederum positive Auswirkungen auf die Regeneration, die mit einem niedrigen Stresshormonspiel schneller vonstatten geht.

 

Wer draußen trainiert, stärkt sein Immunsystem

Auch das ist ein wichtiger Punkt: Besonders wer auch dann im Freien trainiert, wenn die Temperaturen mal nicht sommerlich sind, der stärkt sein Immunsystem und wird weniger schnell und oft krank.

Dazu trägt nicht nur die frische Luft und die „Abhärtung“ bei, sondern auch das Vitamin D, dass durch die Sonneneinstrahlung entsteht – denn das ist nicht nur ein echter Garant für gute Laune, sondern stärkt auch das Immunsystem.

Jetzt haben wir das Training im Freien geradezu in den Himmel gehoben, natürlich gibt es auch für das Indoor-Training noch Argumente:

 

Wer drinnen trainiert, hat alles griffbereit

Du kommst nach einem stressigen Arbeitstag nach Hause und willst noch schnell ein Workout absolvieren, bevor du dich auf die Couch legst und entspannst. Wenn du drinnen trainierst, dann gehst du einfach in Richtung Sportsachen und legst los – draußen kann das dagegen etwas mehr Aufwand bedeuten.

Besonders wer nicht nur eine Klimmzugstange sein Eigen nennt, sondern sich ein kleines Home Gym zusammengestellt hat, der muss für das Training das ein oder andere Teil nach draußen mitnehmen.

Kettlebells, Hanteln oder andere kleine Geräte machen auch im Freien Spaß, müssen aber natürlich auch erstmal dorthin gebracht werden. Wer sich also ein kleines Fitnessstudio zuhause aufbauen möchte und nicht gerade auf den Kapverden wohnt, wo das ganze Jahr die Sonne scheint, der wird zwangsläufig drinnen trainieren müssen.

 

Die entscheidende Frage: Was motiviert dich?

Es ist eine sehr individuelle Frage – denn ob du drinnen oder draußen trainierst hat vor allem mit deinen eigenen Vorlieben zu tun.

Wenn man dich nach draußen jagen muss und du dich besonders an kälteren Tagen nicht dazu aufraffen kannst, das Haus zu verlassen, dann ist das Training im Freien natürlich nicht das Richtige für dich.

Wenn du aber drinnen von allem abgelenkt wirst und du nur beim Outdoor-Workout den Kopf richtig frei bekommst, dann solltest du dich nicht in eine Home Gym sperren und dich durch das Training quälen.

 

Am Ende muss jeder für sich selbst entscheiden

Das ist vielleicht eine unbefriedigende Antwort auf die Frage nach dem optimalen Trainingsort, aber die einzig richtige. Denn auch, wenn das Training im Freien auf den ersten Blick eine Menge Vorteile hat, kann das Workout zuhause ebenso auftrumpfen.

Die frische Luft und die Sonne machen das Training draußen zu einem Garant für gute Laune, ein starkes Immunsystem und starke Ergebnisse. Im Winter kann das Ganze aber in das Gegenteil umschlagen, wenn plötzlich bei Minusgraden trainiert werden muss.

Zu dieser Jahreszeit spielt das Indoor-Training seine Stärken aus – denn drinnen bist du unabhängig vom Wetter, kannst deine Geräte wetterfest abstellen und bist auch dann motiviert, wenn es draußen friert.

Die beste Lösung wäre deshalb wohl, das Training an warmen Tagen nach draußen und in kälteren Zeiten nach drinnen zu verlegen. Hierfür kannst du deine Stange im Winter nach drinnen holen – oder dir gleich zwei Klimmzugstangen zulegen, um bei jeder Einheit spontan entscheiden zu können.


Bildnachweis: Thinkstock / ©Denis Radovanovic / iStock



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